2010 Education Center Nyanza, Ruanda

2010 IT Center Nyanza, Ruanda

Auszeichnungen:
Fritz-Höger-Preis 2011, Sonderpreis
Deutscher Ziegelpreis 2011, Nachwuchspreis
Brick Award 2012, Anerkennung
Deubau-Preis 2014, Anerkennung
Worldwide Brick Award 2014, Nominierung

Die Landschaft ist geprägt von unzähligen Hügeln mit üppiger Vegetation, sie scheint sich in diesem besonderen Licht ständig zu verändern. Die rote Erde taucht alles in einen warmen Farbton.

Die Aufgabe war es, ein Ausbildungszentrum zu bauen, um die ländliche Region zu stärken. Wie das gesamte Land, ist auch dieses Gebiet stark zersiedelt. Einfachste Hofhäuser in großem Abstand zueinander prägen die Landschaft. Ein kleines Haus, gegenüber ein kleiner Stall, verbunden mit einer schützenden Einfriedung. Diese Hofhaustypologie diente als Vorbild für den Neubau. Die Vorstellung war, die Landschaft zu „vervollständigen“, ein Gebäude aus dem Ort heraus zu bauen, aus dem Boden gewachsen, etwas Vertrautes. Die Funktionen der Schule, verteilt auf einzelne Gebäudeteile, bilden zusammen eine kraftvolle, schützende Einheit. Als Setzung zeigt das Haus seine besondere Bedeutung als öffentliches Gebäude in dem kleinteiligen Umfeld.

Dauerhaft gut, dauerhaft schön sollen die Materialien sein.
Auf der Suche nach einem geeigneten Material, daß lokal verfügbar war und ohne Maschine verbaut werden konnte, wurde Ziegel gewählt.
Ein ursprüngliches Material mit langer Tradition in Ruanda, und positiven bauphysikalischen Eigenschaften.

Von vielen Ein-Mann-Unternehmen wurden handgeformte, tonhaltige Lehmquader hergestellt, und in einer Kooperative über Wochen zu Ziegelsteinen gebrannt.
Auch in Ruanda orientiert sich die Größe des Steins an den Maßen der menschlichen Hand.

575.000 Ziegelsteine wurden „Stein auf Stein“ präzise zu einem Ganzen gefügt.
150.000 m sichtbare Mörtelfugen wurden abgezogen.
Ziegelstein als Material für Wände, Stützen, Lüftungsöffnungen, Bodenbeläge und Sitzbänke.

Deckenverkleidungen aus Papyrus sowie das Flechtwerk der Kantinen- und Hoftore wurden von den örtlichen Korbflechterinnen hergestellt.
Hinter der Idee, die lokalen Menschen einzubeziehen stand die Vorstellung gemeinsam ein Haus zu bauen das verwurzelt ist, auf das aufgepasst wird, ein Haus das gemocht wird.

Schräge Dächer sammeln das kostbare Regenwasser, vorge-lagerte Stützenreihen und tiefeingeschnittene Höfe spenden Schatten. Auf eine Klimatisierung konnte durch ein effektives Prinzip aus Querlüftung und die großen Speichermassen verzichtet werden.

Bucherscheinung – „Education Center Nyanza“

Fotos: Florian Holzherr

2010 IT Center Nyanza, Ruanda

Auszeichnungen:
Fritz-Höger-Preis 2011, Sonderpreis
Deutscher Ziegelpreis 2011, Nachwuchspreis
Brick Award 2012, Anerkennung
Deubau-Preis 2014, Anerkennung
Worldwide Brick Award 2014, Nominierung

Die Landschaft ist geprägt von unzähligen Hügeln mit üppiger Vegetation, sie scheint sich in diesem besonderen Licht ständig zu verändern. Die rote Erde taucht alles in einen warmen Farbton.

Die Aufgabe war es, ein Ausbildungszentrum zu bauen, um die ländliche Region zu stärken. Wie das gesamte Land, ist auch dieses Gebiet stark zersiedelt. Einfachste Hofhäuser in großem Abstand zueinander prägen die Landschaft. Ein kleines Haus, gegenüber ein kleiner Stall, verbunden mit einer schützenden Einfriedung. Diese Hofhaustypologie diente als Vorbild für den Neubau. Die Vorstellung war, die Landschaft zu „vervollständigen“, ein Gebäude aus dem Ort heraus zu bauen, aus dem Boden gewachsen, etwas Vertrautes. Die Funktionen der Schule, verteilt auf einzelne Gebäudeteile, bilden zusammen eine kraftvolle, schützende Einheit. Als Setzung zeigt das Haus seine besondere Bedeutung als öffentliches Gebäude in dem kleinteiligen Umfeld.

Dauerhaft gut, dauerhaft schön sollen die Materialien sein.
Auf der Suche nach einem geeigneten Material, daß lokal verfügbar war und ohne Maschine verbaut werden konnte, wurde Ziegel gewählt.
Ein ursprüngliches Material mit langer Tradition in Ruanda, und positiven bauphysikalischen Eigenschaften.

Von vielen Ein-Mann-Unternehmen wurden handgeformte, tonhaltige Lehmquader hergestellt, und in einer Kooperative über Wochen zu Ziegelsteinen gebrannt.
Auch in Ruanda orientiert sich die Größe des Steins an den Maßen der menschlichen Hand.

575.000 Ziegelsteine wurden „Stein auf Stein“ präzise zu einem Ganzen gefügt.
150.000 m sichtbare Mörtelfugen wurden abgezogen.
Ziegelstein als Material für Wände, Stützen, Lüftungsöffnungen, Bodenbeläge und Sitzbänke.

Deckenverkleidungen aus Papyrus sowie das Flechtwerk der Kantinen- und Hoftore wurden von den örtlichen Korbflechterinnen hergestellt.
Hinter der Idee, die lokalen Menschen einzubeziehen stand die Vorstellung gemeinsam ein Haus zu bauen das verwurzelt ist, auf das aufgepasst wird, ein Haus das gemocht wird.

Schräge Dächer sammeln das kostbare Regenwasser, vorge-lagerte Stützenreihen und tiefeingeschnittene Höfe spenden Schatten. Auf eine Klimatisierung konnte durch ein effektives Prinzip aus Querlüftung und die großen Speichermassen verzichtet werden.

Bucherscheinung – „Education Center Nyanza“

Fotos: Florian Holzherr